Ortschaft

Hier finden Sie neben Adressen und Bildern auch Daten und Fakten zur Ortschaft Lütmarsen

Auszug aus dem Buch „Der Kreis Höxter“ 1969

Westlich von Höxter, etwa 3 Kilometer vom Stadtkern entfernt, liegt im Schnittpunkt mehrer zusammenlaufender Täler romantisch eingebettet das Dorf Lütmarsen. 822 wird der Ort erstmals urkundlich erwähnt als westlicher Grenzort der „villa regia hucxoris“, eines Gebietes, das durch Ludwig den Frommen der Abtei Corvey geschenkt worden war. Das Schicksal Lütmarsens war eng verknüpft mit der Geschichte des Gutes Lütmarsen.

 

Die Besitzer wechselten oft, bis 1698 die von Mansbergs den Hof übernahmen und bis zu seiner Aufteilung im Jahre 1934 besaßen. Die Bewohner Lütmarsens waren zum großen teil abhängig vom Gutshof und konnten es deshalb zu keinem großen Besitztum bringen. In den letzten 30 Jahren hat sich der Ort Lütmarsen sehr zum Positiven gewandelt. Die Einwohnerzahl wurde fast verdoppelt – jetzt 710 Einwohner, dass Straßennetz wurde ausgebaut, ein Sportplatz angelegt. Kennzeichnend für das Dorf ist ein guter Gemeinschaftsgeist.

Mit viel Idealismus wurde der Kindergarten über manche Klippe bis in die Gegenwart hinein gerettet. Eine modern gestaltete neue Volksschule erhielt am 17.09.1965 ihre Weihe. Vorläufiger Höhepunkt allen gemeinsamen Bemühens in Dorf und Gemeinde Lütmarsen ist die am 06.10. 1968 durch Kardinal Jaeger konsekrierte Kirche, die weit über den Kreis hinaus bekannt geworden ist. Im Jahre 1969 erhielt Lütmarsen beim Wettbewerb der schönsten Dörfer im Amt Höxter in der Gruppe bis 800 Einwohner den 1. Preis.

Der sichtbare Aufschwung einer kleinen Gemeinde ist auch Außenstehenden nicht unbemerkt geblieben: Lütmarsen wurde als „Wohnstandort“ von Höxter erklärt und ist immer mehr das Ziel baulustiger Bürger geworden. Lütmarsen wird am 01.01.1970 ein sicherlich loyaler Partner der neuen Großgemeinde Höxter – aber ganz bestimmt, auch in Zukunft hin, ein Partner mit eigenem Gepräge.

Bildbearbeitung und Texte: Thomas Drüke

Bilder von Privat und Thomas Drüke

Texte: Thomas Drüke